News


07.07.2020

Burgwallinsel Fergitz zur Slawenzeit in Brandenburg

- auf der heute etwa 650 m langen Insel bestand vom Ende des 10. bis Ende des 12. Jahrhunderts eine stark befestigte Inselburg

- der bewaldete Burgwall hat einen Außendurchmesser von bis zu 165 m und eine Höhe von bis zu 4 m

- zwei Brücken verbanden die Burg mit dem Festland 

- die etwa 400 m lange Nordwestbrücke überwand Wassertiefen von bis zu 17 m!

- die bis zu 2200 m lange Brücke in Richtung Nordosten verlief über eine Untiefe durch den See

- Herrschaftsort eines hohen Ukranenhäuptlings

 

Lage


05.07.2020

Burgwall Pensin "Räuberberg" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- in einer weiten Flussschleife der "Peene" lag ein vermutlich mittelslawischer Burgwall des späten 9. bis 10. Jahrhunderts

- das heute bewaldete Bodendenkmal ist stark verformt und trägt den Flurnamen "Räuberberg"

- im digitalen Geländemodell ist dennoch ein angeschnittener Ringwall von etwa 60 m Außendurchmesser erkennbar

  Lage


03.07.2020

Burgwall Janow "Schwedenschanze" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- der zweigliedrige Höhenburgwall von Janow lag auf einem abfallenden Geländesporn am "großen Landgraben"

- die Hauptburg ist etwa 155 x 100 m groß und hat eine Fläche von 1,2 ha

- im digitalen Geländemodell ist auch ein bogenförmiger, etwa 170 m langer Vorburgwall erkennbar

- die Hauptburg wurde erst im Jahr 1982 als slawischer Burgwall erkannt

- Darstellung der frühslawischen Burg mit der späteren Veste Landskron, die inmitten des großen Landgrabens lag

- die im 16. Jahrhundert errichtete Veste Landskron ging vermutlich auf einen mittelslawischen- oder frühdeutschen Burgwall/Motte zurück

- die beiden Burgen sind etwa 700 m voneinander entfernt

- der große Landgraben ist heute stark verlandet

- am nördlichen Rand der Niederung lagen etliche bronzezeitliche Hügel- und Großsteingräber

Lage


01.07.2020

Burgwall Demmin "Haus Demmin" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern 

- ein heute etwa 290 x 160 m großer Burgwall lag am Zusammenfluss von Tollense und Peene

- vermutlich entstand die Burg "Dimin" erst um das Jahr 1000

- im späten 12. bis frühen 13. Jahrhundert wurde die Burg zu einer dreigliedrigen Burg mit Turmmotte umgebaut

  Lage


29.06.2020

Burgwall Teterow "Burgwallinsel" um das Jahr 1900 in Mecklenburg-Vorpommern

- die überwiegend mittelslawische und zweigliedrige Inselburg war über eine Brücke mit dem Festland verbunden

-  Darstellung der Wallruine auf der Insel um das Jahr 1900

- der Teterower See ist seit der Slawenzeit im stetigen Verlandungsprozess

  Lage


27.06.2020

Burgwall Fahrenholz "Alte Schanze" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein hufeisenförmiger Burgwall von etwa 140 x 125 m Außendurchmesser lag am 15 bis 20 m hohen Rand eines Bachtals

- heute etwa zur Hälfte abgetragen

-  vermutlich frühslawische Höhenburg des 9. Jahrhunderts

  Lage


25.06.2020

Burgwall Barner Stück "Schlossberg" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- auf einem etwa 10 bis 15 m hohen, halbinselartigen Geländesporn lag eine zweigliedrige Höhenburg

- die ovalförmige Hauptburg von 100 m Durchmesser wurde von einem ca. 150 m langen Vorburgwall geschützt

- vermutlich früh- bis mittelslawische Burganlage (9./10. Jahrhundert)

- die spornartige Burganlage lag in der heutigen "Aubachniederung"

- sehr gut erhalten und erst 1958 unter Denkmalschutz gestellt

  Lage


23.06.2020

Burgwall Stolzenburg "Schlossberg" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein kleiner Burgwall von ca. 80 m Außendurchmesser lag auf einer schmalen Halbinsel im Darschkower See

- vermutlich mittelslawische Befestigung eines "Ukranenhäuptlings" (spätes 9. bis 10. Jahrhundert)

- der Burgwall ist heute an der Westseite abgetragen, an den übrigen Seiten aber noch 7 bis 8 m hoch

- der Darschkower See ist heute stark verlandet

  Lage


21.06.2020

Burgwall Schönfeld (Uckermark) zur Slawenzeit in Brandenburg

- Flurname "Schwedenschanze"

- der 5 bis 6 Meter hohe Burgwall ist sehr gut erhalten und hat einen Außendurchmesser von ca. 95 x 90 m

- nach Dendrodaten bestand der mehrmals ausgebaute Burgwall von etwa 890 bis um/nach 927

- vermutlich Sitz einen "Ukranenhäuptlings"

-  die ehemalige Seerinne ist heute stark verlandet

Lage


19.06.2020

Burgwälle von Krakow am See zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- bei Krakow am See lagen gleich zwei mittelslawische Niederungsburgen des späten 9. bis 10. Jahrhunderts

- die Burgen lagen nur etwa 900 m voneinander entfernt, bestanden aber nacheinander

- die südliche Inselburg "Borgwall" ist sehr gut erhalten und noch bis zu 5 m hoch (Durchmesser etwa 70 m)

- die nördliche Burg auf der Insel "Schwerin" ist degegen nahezu eingeebnet (Durchmesser ca. 50 m)

  Lage


17.06.2020

Burgwall Hammer "Timmermannsberg oder Steinburg" zur Slawenzeit in Schleswig-Holstein

- ein ovalförmiger Burgwall von bis zu 160 m Außendurchmesser lag am Zusammenfluss von "Stecknitz und Steinau"

- Scherben und arabische Münzen datieren die Burg von etwa 870 bis um 975

- die Burg hatte sechs Bauphasen und war ein wichiger Mittelpunkt der "Wagrier"

- Darstellung mit vermuteten Zugangswegen (dammartige Bohlenwege)

Lage


15.06.2020

Burgwall Groß Gievitz "Liebesinsel" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- auf der heute bewaldeten "Liebesinsel"  im "Torgelower See" wird eine spätslawische Inselburg vermutet

- überwiegend spätslawische Scherben vom Typ "Vipperow" datieren die Burg in das 11. bis mittlere 12. Jahrhundert

- das digitale Geländemodell zeigt noch schwache Überreste eines ei- bis ovalförmigen Burgwalls von bis zu 80 m Durchmesser

- bereits auf der "Wiebekingschen Karte von 1786" wird die Insel als "der große Wall" bezeichnet

  Lage


11.06.2020

Burgwall Liebenberg "Burgberg" zur Slawenzeit in Brandenburg

- im "Großen Lankesee" lag eine schmale Halbinsel, die durch einen kurzen Abschnittswall gesichert war

- der Abschnittswall ist unter 90 m lang und noch mehrere Meter hoch

  Lage


08.06.2020

Burgwall Utzedel "Carolinburg" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- am Ende eines 15 bis 20 m hohen Geländespornes lag eine vermutlich zweigliedrige Höhenburg am "Augraben"

- die u-förmige Hauptburg hat einen Durchmesser von etwa 110 m

- die Burg funktionierte im 9. Jahrhundert

- der bogenförmige Vorburgwall ist im digitalen Geländemodell noch deutlich auszumachen

- der Wall der Hauptburg ist gestört, aber noch bis zu 3 m hoch erhalten

- der Vorburgwall ist vor Ort kaum noch erkenntlich

  Lage


04.06.2020

Burgwall Dabel "Schwedenschanze" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein etwa 75 m großer Ringwall lag auf einer schwer zugänglichen und versumpften Halbinsel am "Klein Pritzer See"

- ob der Burgwall auch am südöstlichen Seeufer befestigt war, ist heute durch den Seegang nicht mehr nachvollziehbar

- vermutlich mittelslawische Burg eines lokalen Fürsten (spätes 9. bis 10. Jahrhundert)

   Lage


02.06.2020

Burgwall Pantlitz zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- am erhöhten Ostufer der Recknitzniederung lag ein mittelslawischer Burgwall in Spornlage 

- der etwa 90 m große Burgwall war von einem trockenen Außengraben umgeben

- auch der Außengraben besaß einen flachen Erdwall, was vermutlich auf die Höhenlage zurückzuführen ist

- der mehrphasige Burgwall ist sehr gut erhalten geblieben und noch bis zu 6 m hoch

- spätes 9. bis mittlere 10. Jahrhundert

  Lage


30.05.2020

Burgwall Werder "Kleiner Penzliner Stadtsee" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- am Ende einer schmalen Halbinsel lag vermutlich eine mittelslawische Burganlage

- vor Ort ist noch ein bogenförmiger, etwa 4 m hoher Abschnittswall erkennbar, der ein kleines Areal von etwa 50 m Durchmesser abtrennte

- im digitalen Geländemodell ist diese Befestigung noch sehr deutlich auszumachen

- bisher ist diese Anlage noch nicht ausreichend erforscht

- im Vorfeld soll es wenige "feldbergzeitliche" Keramikfunde geben, die auf das 9. bis 10. Jahrhundert deuten

  Lage


28.05.2020

Burgwall Priemen "Schlossberg" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- am etwa 5 m hohen Hochufer der Peeneniederung lag ein vermutlich mittelslawischer Burgwall

- die Burg war u- förmig und hatte einen Außendurchmesser von etwa 60 m

- die Burg dürfte den damaligen Verkehr auf der Peene überwacht haben

  Lage


24.05.2020

Burgwall Tribsees "Castellanei" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein großer mehrgliedriger, frühslawischer Burgwall des 9. Jahrhunderts lag am Südufer der "Trebelniederung"

- allein die Hauptburg hatte einen Durchmesser von ca. 180 m 

- insgesamt erreicht die Niederungsburg einen Durchmesser von mindestens 400 m

- die slawischen Erbauer integrierten in die Burg einen natürlichen See

- der Burgwall ist heute stark abgetragen

  Lage


22.05.2020

Burgwall Kap Arkona "Jaromarsburg" zur Slawenzeit auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern

- eine etwa 200 bis 250 m große Burgfläche wurde von einem stark ausgebauten Abschnittswall gesichert

-  ranische Kultburg des 11./12. Jahrhunderts mit dem Tempel des Gottes "Swantevit"

- im Sommer 1168 wurde die Burg von den Dänen belagert und eingenommen

- die Burg ging vermutlich schon auf eine viel kleinere, bogenförmige Abschnittsbefestigung des 10. Jahrhunderts zurück

- die "Jaromarsburg" lag auf einem ca. 20 m hohen Kap und ist heute zu großen Teilen zur Ostsee hin abgestürzt 

  Lage


20.05.2020

Burgwall Hungerstorf zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein etwa 175 x 170 m großer, hufeisenförmiger Burgwall lag auf einer großen Talsandinsel

- östlich verlief die "Kittendorfer Peene"

- vermutlich frühslawische Niederungsburg (2,3 ha) des 9. Jahrhunderts

  Lage


18.05.2020

Burgwall Waren/Müritz zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- "Burgwallinsel" im "Feißneck-See"

- der etwa 50 bis 60 m große, hufeisenförmige Ringwall lag am Südende der Insel

- vermutlich Sitz eines Lokalherren im 10. Jahrhundert

- nördlich der Burg lag ein Vorburgareal, das auch noch im 11. Jahrhundert besiedelt blieb

Lage


16.05.2020

Burgwall Groß Roge zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein etwa 60 bis 70 m großer Ringwall lag auf einer Talsandinsel am Ostufer des "Wotrumer Sees"

- der "Wotrumer See" ist heute im Verlandungsprozess

- vermutlich mittelslawische Niederungsburg des späten 9. bis frühen 10. Jahrhunderts

- der Burgwall ist heute stark verschliffen

  Lage


14.05.2020

Burgwall Wrangelsburg "Forst Jägerhof" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- eine im Endstadium dreigliedrige Niederungssburg in Halbinsellage an einem heute verlandetem Flachsee

- die gesamte Burgfläche ist ca. 5 ha groß (270 x 190 m)

- am Nordende der Burgfläche lag ein 70 m großer Ringwall mit einem bogenförmigen Vorburgwall

- handelt es sich im Ursprung um eine frühslawische Niederungsburg mit einer später integrierten mittelslawischen Burg?

- Wissenschaftler vermuten auch eine bronzezeitliche Burg, in die später ein mittelslawischer Ringwall eingebaut wurde

- sehr gut erhalten geblieben und Wallanlagen noch 3 bis 5 m hoch

  Lage


12.05.2020

Inselsiedlung oder Burgwall (?) Schwennenz zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- am heute stark verlandeten Ostufer des "Schwennenzer Sees" lag eine ovalförmige Inselsiedlung von ca. 90 x 40 m Durchmesser

- nach Keramikscherben zu urteilen, war diese Stelle über die gesamte Slawenzeit in Nutzung (8. bis 12. Jahrhundert)

- zu dieser Siedlung führte vermutlich ein brücken- oder bohlenartiger Zugang von Südwesten heran

- heute ist die Siedlungsstelle (Flurname "Brink") durch einen etwa 50 m langen, vermutlich neuzeitlichen Damm mit dem Ostufer verbunden

- Darstellung des heutigen Sees mit Verlandungsarealen

  Lage


10.05.2020

Burgwall Lebehn zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- auf einer kleinen Insel im "Lebehnschen See" lag meiner Meinung nach eine mittel- bis spätslawische Inselburg

- im Laserscanbild ist deutlich ein ovaler Ringwall von ca. 80 x 60 m Außendurchmesser erkennbar

- bisher wird die Insel lediglich als slawische Inselsiedlung interpretiert

- Keramikscherben der Typen: "Feldberg", "Menkendorf", "Teterow" und "Vipperow" deuten auf das 9. bis 11. Jahrhundert hin

- Sitz eines lokalen Ukranenhäuptlings?

  Lage


08.05.2020

Burgwall Sternberger Burg zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- am Zusammenfluss von Warnow und Mildenitz lag ein frühslawischer Burgwall

- die Burg lag am Ende eines Geländespornes, der zur Niederung hin abfiel

- die Burg bestand in der frühslawischen Zeit des späten 8. bis frühen 9. Jahrhunderts

- die etwa 1,5 ha große Burg wurde erst 1980 als solche erkannt

- ich vermute auch einen Vorburgwall, der im Laserscanbild noch schwach zu erkennen ist

Lage


05.05.2020

- Burgwall Madsow zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- vermutlich frühslawische Höhenburg von 100 bis 150 m Durchmesser

- die Burgfläche lag auf einem natürlichen Plateau, das nach Süden hin um bis zu 30 m steil abfiel

- an der Süd- und Ostseite gab es durch die Höhenlage keinen Wall

- der Burggraben wurde durch einen natürlichen Bach gespeist

- gut erhalten geblieben und noch bis zu 3 m hoher Wall

  Lage


03.05.2020

- Burgwall Tüzen "Schlossberg" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein heute auf der Oberfläche weitgehend planierter Burghügel von 80 m Außendurchmesser lag am Ostufer der "Tüzer Sees"

- der Burghügel ist etwa 5 bis 14 m hoch und auf der Oberfläche 60 x 40 m groß

- diese Burg existierte nachweislich bis in das 13./14. Jahrhundert als frühdeutsche/mittelalterliche Burg

- vermutlich geht diese Burg schon auf eine mittelslawische Burganlage zurück (Feldberger Keramikscherben)

  Lage


01.05.2020

Burgwall Bergen auf Rügen "Rugard" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- auf der höchsten Erhebung der Insel Rügen, dem "Rugard" lag eine im Endstadium zweigliedrige Höhenburg

- der Burgwall bestand aus einer leicht erhöhten, plateauartigen Hauptburg und einer tiefer liegenden Vorburg

- der gesamte Burgwall hat eine Ausdehnung von etwa 190 x 150 m (ca. 2 ha)

- der Höhenburgwall diente als Herrschaftssitz der ranischen Fürsten im 12. bis frühen 13. Jahrhundert

  Lage


30.04.2020

Burgwall Neu-Nieköhr/Walkendorf zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- innerhalb einer versumpften oder flachen seeartigen Niederung lagen die beiden Burgwälle von Neu-Nieköhr/Walkendorf

- die beiden Burgen bestanden nacheinander

- der westliche Burgwall von 120 bis 130 m Durchmesser funktionierte im 9. Jahrhundert (Flur: Walkendorf)

- im 10. Jahrhundert entstand gleich östlich ein neuer Burgwall (Flur: Neu-Nieköhr)

- die neu errichtete Burg hatte sieben Ausbauphasen und dürfte bis in das 11./12. Jahrhundert bestanden haben

- die ehemalige See- oder Sumpfniederung ist heute verlandet

- der erste Burgwall des 9. Jahrhunderts ist heute noch bis zu einem Meter hoch erhalten geblieben

- der spätere Burgwall ist heute noch bis zu 6 m hoch, aber teilweise abgetragen worden

  Lage


28.04.2020

Burgwall Wollschow zur Slawenzeit in Brandenburg

- ein heute bis zu 70 m großer Burgwall lag am Westrand der breiten Randowniederung

- der birnen- bis hufeisenförmige Burgwall funktionierte vermutlich im späten 9. bis mittleren 10. Jahrhundert

- Herrschaftssitz eines Ukrankenhäuptlings, der die große Randowniederung überwachte

- ob die Burg einen Übergang über die Niederung überwachte, muss Spekulation bleiben

- der Burgwall ist sehr gut erhalten geblieben und wird als "Wollschower Burgwall" bezeichnet

  Lage


26.04.2020

Burgwall Gobbin auf der Insel Rügen zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- am Ostende eines ansteigendes, bis zu 30 m hohen Geländespornes lag eine spätslawische Abschnittsbefestigung

- der heute noch 130 m lange, stark bogenförmige Burgwall ist stark abgeflacht und nur noch bis zu einem Meter hoch

- Keramiken der Typen "Teterow und Vipperow" deuten auf eine Höhenburg des 11. bis 12. Jahrhunderts hin

- die Burgfläche war sehr uneben und fällt nach Norden hin um 10 bis 15 m ab!

  Lage


24.04.2020

Burgwall Quadenschönfeld zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- die zweigliedrige Höhenburg lag am Nordostende eines bis zu 20 m hohen Geländespornes

- die Höhenburg war durch den "Schlavenkensee" und durch ein kleines Bachtal geschützt

-  der ca. 135 m lange Vorburgwall ist etwa 4 bis 5 m hoch und besaß einen bis zu 10 m breiten Außengraben

- der Hauptburgwall ist etwa 110 m lang und besaß einen trockenen Außengraben

- die mehrmals ausgebaute Höhenburg funktionierte vermutlich von 800 bis um/nach 900

- die Wallanlagen sind bewaldet aber dennoch sehr gut erhalten geblieben

- der See ist heute vollständig verlandet und führt den Flurnamen "Seebruch"

  Lage


22.04.2020

Burgwall "Ukleiwall" Sielbeck zur Slawenzeit in Schleswig-Holstein

- auf einem natürlichen, bis zu 20 m hohen Geländesporn lag der "Ukleiwall"

- die vermutlich mittelslawische Höhenburg ist mit 65 m Durchmesser eher klein

- die Wallanlagen sind heute teilweise verschliffen

  Lage


20.04.2020

- Burgwall Klein Gladebrügge "Ohlenburg" zur Slawenzeit in Schleswig-Holstein

- auf einem natürlichen, etwa 9 m hohen Plateau an der Trave lag eine sehr kleine mittelslawische Höhenburg

- die bis zu 50 m große Burg wurde kurz vor 900 angelegt (894-897)

- die wagrische Burg funktionierte nur wenige Jahrzehnte und wurde nicht erneuert

- die geschützte Innenfläche war mit etwa 1000 m² eher klein

- der Burgwall gehört damit zu den kleinsten Slawenburgen in Schleswig-Holstein

  Lage


18.04.2020

Burgwall Bosau "Bischofswarder" zur Slawenzeit in Schleswig-Holstein

- ein etwa 100 m großer, ovalförmiger Burgwall lag auf einer ehemaligen Halbinsel 

- durch Aufstauung des "Großen Plöner Sees" wurde diese Halbinsel zu großen Teilen überspült

- dadurch wurde der Burgwall größtenteils abgetragen

- nach Untersuchungen wurde der Burgwall zwischen 837 und 870 errichtet um/nach 900 verlassen

- vom Burgwall aus führte ein dammartiger Weg zu einer kleinen Vorburgsiedlung (Flurname: "Slawendorf")

- etwa 400 m östlich der Burg lag eine weitere Siedlung, die bis in das 12. Jahrhundert bestand (Flurname: "Möhlenkamp")

  Lage


16.04.2020

Burgwall Warder "Nezenna" zur Slawenzeit in Schleswig-Holstein

- ein unter 75 m großer Ringwall lag in Insellage am Südwestrand des "Wardersees"

- diese kleine Inselburg geht vermutlich schon auf eine mittelslawische Burg des späten 9. bis 10. Jahrhunderts zurück

- die Inselburg war ein kleiner Herrschaftssitz eines "Wagierfürsten" 

- nach Unterwerfung der "Wagrier" durch Heinrich I. diente die Inselburg als Edelhof des Bischofs Wago

- vermutlich ließ der Bischof innerhalb der Anlage eine kleine Kirche errichten

- im Jahre 983 wurde dieser Ort im Zuge des slawischen "Lutizenaufstandes" zerstört oder aufgegeben

  Lage


14.04.2020

Burgwall Neu-Kentzlin zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein etwa 100 m großer Ringwall lag auf einer Sandscholle am Nordende des Kentzliner Sees

- der See ist heute verlandet

- der Burgwall stammt vermutlich aus dem 9./10. Jahrhundert und ist sehr gut erhalten geblieben

- am Südwestrand des alten Sees lag eine frühdeutsche Burganlage (Motte)

  Lage


11.04.2020

Burgwall Werder "Englischer Garten" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- auf einer künstlich abgetrennten Insel lag ein ovalförmiger Ringwall von heute bis zu 95 m Außendurchmesser

- sehr gut erhalten geblieben und noch 6 bis 7 m hoch

- bis heute ist unklar, ob es sich um eine mittelslawische Burg der "Tollenser" handelte

  Lage


09.04.2020

Burgwall Dorf Mecklenburg "Schlossberg" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein im Endstadium 200 x 125 m großer ovalförmiger Ringwall in spornartiger Niederungslage

- der heute bis zu 12 m hohe Burgwall geht vermutlich schon in das 9. Jahrhundert zurück

- im 10. Jahrhundert entwickelte sich der Burgort zu einem der Hauptorte der "Obodriten"

- der Burgwall war nach mehrmaligen Zerstörungen bis 1322 in Nutzung und wurde dann aufgegeben

- seit 1870 dient das Bodendenkmal als Friedhof

  Lage


07.04.2020

Burgwall Friedrichsruhe "Alte Burg" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- auf einem großen Sandhorst in der weiten "Klinker- Raduhner-Niederung" bestand von 750 bis 800 eine offene Siedlung

- um 802 wurde der Sandhorst mit einem Holz-Erde-Wall von ca. 200 m Durchmesser umwallt

- in den 830 er Jahren wurde eine etwa 100 x 90 m große Hauptburg integriert

- die Hauptburg wurde um 859, 888/89 und um 900 ausgebaut

- in der Mitte des 10. Jahrhunderts wurde die Burgsiedlung aufgegeben

- die Vorburgbefestigung ist heute vollständig verschliffen

- der Ringwall der Hauptburg wurde in der Neuzeit etwa zur Hälfte abgetragen und ist noch bis zu 6 m hoch

  Lage


05.04.2020

Burgwall Jabel zur Slawenzeit in Brandenburg

- ein etwa 105 x 75 m großer Burgwall lag auf einer Sandscholle inmitten einer großen Niederung 

- der Burgwall stammt vermutlich aus dem 8. bis 9. Jahrhundert

- am Nordwestrand der slawischen Burg lag ein sehr kleiner Ringwall von nur 30 bis 35 m Außendurchmesser

- ob diese später integrierte Befestigung ein mittelslawisch- oder frühdeutscher Einbau (Motte ?) war ist unklar

- durch die Burgfläche verläuft heute ein von Nord nach Süd verlaufender Graben

- ob dieser Graben einst den kleinen, inneren Ringwall mit Wasser speisen sollte ist unklar

- möglicherweise wurde dieser Graben auch erst in der Neuzeit zur Entwässerung angelegt

- der Burgwall ist heute bewaldet aber insgesamt noch gut erhalten

  Lage


03.04.2020

Burgwall Pöppendorf zur Slawenzeit in Schleswig-Holstein

- ein heute bis zu 120 m großer, ovalförmiger Ringwall lag am Nordostende eines natürlichen Werders

- der gewaltige Burgwall stammt vermutlich aus dem 9. bis 10. Jahrhundert

- der Burgwall der slawischen "Wagrier" erreicht noch heute eine Wallhöhe von 7 bis 12 m

- das einzige Zugangstor lag im Nordosten und ist noch an einer Wallsenke erkennbar

  Lage


01.04.2020

Burgwall Krienke zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- auf einer Halbinsel am "Pagel See" wird eine große slawische Niederungsburg vermutet

- leider sind weder vor Ort noch im modernen Laserscanbild eindeutige Überreste eines Burgwalls erkennbar

- sollte hier tatsächlich ein Burgwall gelegen haben, wäre er mit bis zu 340 m Ausdehnung (ca: 5 ha) sehr groß

- der vermutete Burgwall umschloss eine bis zu 5 m hohe, natürliche Erhebung

  Lage


31.03.2020

Burgwall Süsel "Alte Schanze" oder "Süseler Schanze" zur Slawenzeit in Schleswig-Holstein

- vermutlich schon mittelslawische Niederungsburg auf einer Halbinsel am Nordende des "Süseler Sees"

- die im Endstadium ca. 95 x 70 m große Burg funktionierte auch noch in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts

- vermutlich war auch die gleich nordöstlich angrenzende Vorburgfläche befestigt

- der Burgwall ist noch gut erhalten geblieben

  Lage


29.03.2020

Burgwall Vehlin "Hilgenwall" zur Slawenzeit in Brandenburg

- ein heute bis zu 90 m großer Ringwall lag auf einer flachen Talsandinsel in einer weiten Niederung

- die vermutlich mittelslawische Burg besaß eine zumindest mit einem Graben befestigte Vorburgsiedlung

- nahe der Burgsiedlung führte ein Nebenam der "Stepenitz" entlang

- der Flurname "Hilgenwall" bedeutet soviel wie der "Heilige Wall"

- die Burg funktionierte überwiegend im 10. Jahrhundert und ist heute stark verschliffen

  Lage


27.03.2020

Burgwall Behren-Lübchin zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- zweigliedrige Niederungsburg bestehend aus etwa 100 x 80 m großer Inselburg und 250 x 200 m großer Vorburgbefestigung

- die Burg entstand am Ende des 10. Jahrhunderts und wurde in der Mitte des 11. Jahrhunderts erneuert

- eine bis zu 320 m lange Brücke verband Vor- und Hauptburg

- die Brücke war zuerst 3,5 m breit und wurde nach dem Ausbau auf 5 m verbreitert

- um 1171 könnte es zu einer kurzzeitigen Reaktivierung der Inselburg gekommen sein

- diese letzte Inselburg wurde vermutlich vom dänischen König Waldemar I. eingenommen

- der Lübchiner See ist heute verlandet und die Wallanlagen sind stark verschliffen

  Lage


25.03.2020

Burgwall Eggesin "Hasenburg oder Schlossberg" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- vermutlich schon spätslawische Niederungsburg des 11./12. Jahrhunderts von etwa 100 m Durchmesser

- im späteren Mittelalter stand hier bis 1446 die Burg "Alt-Torgelow" 

- die Burg lag auf einer Sandscholle inmitten der stark versumpften Ueckerniederung

- bis heute ist der Burgwall stark einplaniert worden und nur noch als 0,5 m hohes Plateau erhalten

- der kleine, bachartige Fluss "Uecker" wurde begradigt und führt heute nördlich am Bodendenkmal entlang

  Lage 


23.03.2020

Burgwall Quadenschönfeld zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- frühslawische Höhenburg von etwa 1,65 ha Ausdehnung 

- der zweigliedrige Burgwall lag am Nordostende eines bis zu 20 m hohen Geländespornes 

- die Burg funktionierte nach den Oberflächenfunden vor allem im 9. Jahrhundert

- trotz der Höhenlage führt der Graben des Vorburgwalls noch heute stellenweise Wasser

- sehr gut erhalten geblieben und Wallanlagen noch 3 bis 5 m hoch

  Lage


21.03.2020

Burgwall Schmölln "Halbinsel" zur Slawenzeit in Brandenburg

- ein etwa 50 bis 60 m großer  Ringwall lag auf einer künstlich angelegten Halbinsel

- vermutlich mittelslawische Niederungsburg eines "Ukranenhäuptlings"

  Lage


19.03.2020

Burgwall Reitwein "Wallberge" zur Slawenzeit in Brandenburg

- zweigliedrige Höhenburg der Feldbergzeit auf einem hohen Geländesporn am Odertal

- die bis zu 4,1 ha große Burg lag etwa 45 m hoch über dem westlichen Odertal

- die Wallanlagen sind sehr gut erhalten und noch 5 bis 6 m hoch

  Lage


15.03.2020

Burgwall Ketelshagen zur Slawenzeit auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern

- ein bis zu 290 m langer, bogenförmiger Burgwall trennte eine etwa 1,7 ha große Halbinsel ab

- Flurnamen: "Serpin", "Seppin" oder "Sappin"

- bisher ist unklar, ob es sich um eine bronzezeitliche oder slawische Burg handelte

- der etwa 800 m große See wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts (1848) abgelassen

- die Wallanlage ist noch 1,5 bis 5 m hoch erhalten geblieben

  Lage


13.03.2020

Burgwall Neppermin "Schwedenschanze" auf der Insel Usedom zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein hufeisenförmiger Ringwall lag am Ende einer schmalen Halbinsel

- der Burgwall ist bis zu 65 x 50 m groß und besaß einen Außengraben

- das auf der Oberfläche planierte Bodendenkmal ist heute noch bis zu 4 m hoch 

- vermutlich mittelslawische Niederungsburg des 10. Jahrhunderts

  Lage 


11.03.2020

Burgwall Mölln "Seeberg" oder "Seewall" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein im Endstadium bis zu 200 m großer, leicht birnenförmiger Burgwall lag am Möllner See

- der Burgwall erbrachte bisher überwiegend mittelslawische Keramiken des Typs "Menkendorf"

- vermutlich mittel- bis spätslawische Niederungsburg (10. bis frühes 11. Jahrhundert)

- drei Brücken bzw. Bohlenwege führten zur inselartigen Burg

- die bis zu 350 m lange, bogenförmige Südbrücke ergab Dendrodaten von um/nach 916/924

- die ca. 320 m lange Westbrücke über den flachen See ergab ein Dendrodatum von um/nach 944

- der vermutlich 410 m lange, als Bohlenweg errichtete Zugang nach Nordosten erbrachte keine Dendrodaten

- ob die mittelslawische Niederungsburg zuerst aus nur einem kleinen Ringwall bestand, der später zur Großburg ausgebaut wurde ist unbekannt

  Lage


09.03.2020

Burgwall Schlemmin "Hohe Burg" (Landkreis Rostock) zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- auf einem schmalen Geländerücken lag eine mehrgliedrie Höhenburg

- die aus mehreren bogenförmigen Abschnittswällen bestehende Höhenburg wird bislang in die Bronzezeit datiert

- wenige slawische Keramikscherben lassen auf eine spätere Reaktivierung schließen

- das gesamte Burgareal ist heute gut 2 ha groß

- der Geländesporn lag etwa 25 bis 30 m hoch über den einst wasserführenden Niederungen

- die gesamte Burgfläche erstreckt sich über ca. 210 x 90 m

  Lage


07.03.2020

Burgwall Goldenbow "Blocksberg" zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein etwa 50 bis 60 m großer, u-förmiger Burgwall lag auf einer natürlichen Erhebung am "Teufelsbachtal"

- vermutlich mittelslawische Befestigung des späten 9. bis 10. Jahrhunderts

  Lage


04.03.2020

Burgwall Brüsenhagen zur Slawenzeit in Brandenburg

- zweigliedriger Burgwall auf einer flachen Talsandinsel in einer weiten Niederung

- Flurname: "Die Borgwiesen" oder auch "Auf der Borg"

- Gesamtdurchmesser etwa 200 m

- Hauptburg etwa 80 bis 90 m

- vermutlich frühslawische Niederungsburg mit kurz danach errichteter Hauptburg

- 9. Jahrhundert

- heute stark eingeebnet

  Lage


02.03.2020

Burgwall Reez zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- ein etwa 200 x 140 m großer, hufeisenförmiger Burgwall lag in der Niederung der "Zarnow"

- der Burgwall umschloss eine natürliche Erhebung

- vermutlich spätslawische Burganlage des späten 10. bis 11. Jahrhunderts

- heute stark eingeebnet

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01.03.2020

Burgwall Hohen Sprenz oder auch Burgwall Dudinghausen zur Slawenzeit in Mecklenburg-Vorpommern

- eine Halbinsel wurde durch einen etwa 75 m langen, leicht bogenförmigen Riegelwall abgesichert

- der Burgwall ist bis zu 15 m breit und noch 5 m hoch

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